
Rechte & Zugriff
Teil von Menschliche Freigaben
Einen Ablauf bis zur Zustimmung pausieren
So setzen Sie einen echten Wartepunkt vor eine wirksame Aktion und prüfen die Antwort, bevor der Workflow fortfährt.
Setzen Sie die wirksame Aktion hinter einen Freigabeschritt, der tatsächlich auf eine Antwort wartet. Eine versendete Anfrage allein hält den Workflow nicht an. Die Folgeaktion startet erst, wenn die Antwort nach der festgelegten Regel eine gültige Zustimmung für den angefragten Stand ergibt.
Die Anfrage vor dem Wartepunkt vorbereiten
Halten Sie Vorgang, Entscheidungsgegenstand, Fassung, zuständige Person oder Gruppe und geplante Folgeaktion fest. Die freigebende Person muss erkennen können, worüber sie entscheidet.
Ein Link auf einen veränderbaren Datensatz genügt dafür möglicherweise nicht; speichern Sie eine feste Fassung oder die entscheidenden Werte mit einem Versionsmerkmal. Führen Sie eine eindeutige Anfrage-ID mit, etwa in den Anfragedetails und im Workflow-Kontext. Prüfen Sie nach der Antwort, ob die zurückgegebene Anfrage-ID mit der erwarteten ID übereinstimmt, bevor Sie die Folgeaktion freigeben.
Bestimmen Sie die Antwortregel. Bei Power Automate kann die erste Antwort eine Anfrage abschließen; bei „Alle müssen zustimmen“ reicht eine einzelne Zustimmung nicht. Eine sequenzielle Freigabe fragt die Beteiligten nacheinander an. Die Aktion nach dem Wartepunkt braucht deshalb eine Bedingung, die das tatsächliche Ergebnis auswertet.
Einen echten Wartepunkt einsetzen
In Power Automate erstellt „Start and wait for an approval“ die Anfrage und wartet auf die Antwort der Freigebenden, bevor der Flow-Lauf abgeschlossen wird. „Create an approval“ erstellt die Anfrage, wartet aber nicht auf deren Abschluss. Wählen Sie für einen echten Wartepunkt daher die Aktion, die den Flow bis zur Antwort anhält.
Die Folgeaktionen richten sich nach der Abschlussbedingung der gewählten Freigabeart. Bei „Approve/Reject – Everyone must approve“ laufen sie nach allen Antworten oder bereits nach einer Ablehnung. Bei „Approve/Reject – First to respond“ laufen sie nach der Zustimmung einer Person. Bei einer sequenziellen Freigabe laufen sie nach den Antworten aller Beteiligten in der festgelegten Reihenfolge.
AWS Step Functions bietet als andere technische Form das Integrationsmuster „Wait for Callback with Task Token“: Eine Aufgabe wird mit einem Task-Token aufgerufen, und der Ablauf wartet, bis ein externer Prozess das Token mit einer Payload zurückgibt. Ein solcher technischer Wartepunkt ersetzt keine fachliche Prüfung der Antwort.
Vergleich: Power Automate vs. AWS Step Functions – Wartepunkte für Zustimmungen
- Technologie
- Power Automate
- Aktion für echten Wartepunkt
- Start and wait for an approval
- Wartepunkttyp
- Blockierend bis Antwort erhalten
- Technologie
- AWS Step Functions
- Aktion für echten Wartepunkt
- Wait for Callback with Task Token
- Wartepunkttyp
- Blockierend bis Task-Token mit Payload zurückgegeben
Vor der Folgeaktion prüfen
Lesen Sie nach der Antwort den aktuellen Vorgang. Stimmen Anfrage, Berechtigung, Antwortregel, Frist und Fassung noch überein, kann die Folgeaktion beginnen. Andernfalls bleibt sie gesperrt.
Wenn zwischen dieser Prüfung und der Aktion weitere Änderungen möglich sind, muss auch dieser Übergang abgesichert werden, etwa durch eine bedingte Statusänderung im Geschäftssystem. Ein erfolgreich abgeschlossener Warteschritt allein ist keine Freigabe für einen inzwischen veränderten Vorgang.


