Fehlerbehandlung
Teil von Fehlerbehandlung automatisierter Abläufe
Fehlgeschlagene Datensätze in eine Prüfwarteschlange geben
So bleiben fehlgeschlagene Workflow-Datensätze zuordenbar: mit Prüfeintrag, Zuständigkeit, Korrektur, kontrollierter Wiederaufnahme und geprüftem Abschluss.
Ein einzelner Fehlfall gelangt in die Prüfwarteschlange, indem Sie einen fachlichen Prüfeintrag für den Vorgang anlegen. Verknüpfen Sie ihn mit dem ursprünglichen Vorgang, legen Sie Bearbeitungsstand und nächsten Schritt fest. Die Warteschlange korrigiert keinen Datensatz und bestätigt keine erfolgreiche Wiederaufnahme.
Prüfeintrag anlegen
In einem Workflow für freigegebene Materialanforderungen enthält eine Anforderung eine ungültige Zielkennung. Nehmen Sie diesen einzelnen Fall aus der automatischen Weiterverarbeitung und führen Sie ihn der fachlichen Prüfwarteschlange zu. Andere gültige Fälle können nach der vereinbarten Regel weiterlaufen; scheitern alle Übertragungen an derselben Verbindung, ist auch die gemeinsame Störung zu bearbeiten.
Legen Sie für den Fehler einen Prüfeintrag mit Bezug zum ursprünglichen Vorgang an. Setzen Sie den Bearbeitungsstand auf „neu“ und halten Sie den nächsten Schritt fest. Ein zweckmäßiger Prüfeintrag enthält:
- die stabile Kennung des ursprünglichen Vorgangs und die betroffene Aktion;
- den bekannten Fehlergrund und den Zeitpunkt;
- den letzten bestätigten fachlichen Zustand sowie eine bekannte Zielkennung;
- die zuständige Rolle, den Bearbeitungsstand und den nächsten Prüfschritt.
Eine Vorgangskennung verknüpft Einträge; pro Vorgang können mehrere Fehler auftreten. Halten Sie fest, welche noch zu bearbeiten sind. Speichern Sie ausschließlich erforderliche Daten. Zugangsdaten und überflüssige sensitive Angaben haben in Fehlerbeschreibung oder Benachrichtigung nichts verloren.
Technische und fachliche Warteschlange unterscheiden
Eine technische Dead-Letter-Queue hält Nachrichten zurück, die nicht zugestellt oder verarbeitet werden konnten. Bei Azure Service Bus ist sie eine sekundäre Unterwarteschlange, aber keine fachliche Arbeitsliste für Zuordnung, Korrektur und Abschluss.
Bei Azure Service Bus gelangen Nachrichten ausschließlich über die Dead-Letter-Operation der übergeordneten Entität in die DLQ. Sie bleiben dort, bis sie ausdrücklich abgerufen und abgeschlossen werden; eine automatische Bereinigung gibt es nicht.
Für die fachliche Arbeitsliste eignen sich die Zustände neu, in Prüfung, Korrektur erforderlich, zur Wiederaufnahme freigegeben und abgeschlossen. Legen Sie fest, wer einen Eintrag übernimmt, wann eine Vertretung zuständig wird und wie unbearbeitete Fälle wieder sichtbar werden.
Ursache beheben und gezielt wiederaufnehmen
Öffnen Sie den ursprünglichen Vorgang und beheben Sie die Ursache an der maßgeblichen Stelle. Ergänzen Sie fehlende Angaben dort; korrigieren Sie eine falsche Workflow-Zuordnung in der Regel und bestimmen Sie anschließend weitere betroffene Fälle. Bei einer verlorenen Antwort prüfen Sie vor erneutem Auslösen, ob die Zielaktion bereits wirksam wurde.
Geben Sie nur den geklärten Fall für den passenden Schritt frei. Halten Sie fest, welche Fassung verarbeitet wird und welches Ergebnis entsteht. Ein pauschaler Neustart aller Einträge kann ungültige Fälle erneut auslösen oder eine bereits erfolgte Wirkung wiederholen.
Abschluss am Ergebnis festmachen
Schließen Sie einen Prüfeintrag erst, wenn das vereinbarte Ergebnis bestätigt oder der Vorgang begründet verworfen wurde. Bei einer Übergabe muss die neue Zuständigkeit erkennbar sein; der ungeklärte Vorgang bleibt bis zur Entscheidung sichtbar.
Erfassen Sie „erneut gesendet“ getrennt vom tatsächlichen Zielergebnis. Eine Wiederaufnahme ist erst abgeschlossen, wenn das vereinbarte Ergebnis feststeht.


