Verantwortliche gezielt statt pauschal benachrichtigen: Fehlerarten einer Rolle zuordnen, z.B. fachliche Angabe zur fachlichen Stelle.; Hinweis muss Vorgang, bekannten Befund und nächste Handlung nennen.; Vertretung und Übernahme festlegen; Versand ≠ Kenntnisnahme.
Bild: Arbeitsfluss

Rechte & Zugriff

Teil von Fehlerbehandlung automatisierter Abläufe

Verantwortliche gezielt statt pauschal benachrichtigen

Ordnen Sie Workflow-Fehler der handlungsfähigen Rolle zu und gestalten Sie Meldungen mit Vorgang, nächstem Schritt, Vertretung und Übernahme.

Eine Fehlermeldung soll die Stelle erreichen, die handeln kann. Ordnen Sie Fehlerarten daher einer zuständigen Rolle zu. Der Hinweis nennt Vorgang, bekannten Befund und nächste Handlung. Eine Nachricht an alle weist den Fall niemandem zu.

Fehler zur passenden Rolle leiten

FallErste zuständige RolleHandlung
Eine Anforderung enthält eine fachlich falsche Angabe.Fachliche BearbeitungAngabe und Regel prüfen; Korrektur veranlassen.
Viele Vorgänge scheitern an derselben Verbindung.Technische BetreuungGemeinsame Ursache untersuchen und betroffene Fälle sichern.
Eine Zielaktion könnte trotz verlorener Antwort erfolgt sein.Verantwortliche Stelle für den ZielvorgangErgebnis abgleichen und über die Wiederaufnahme entscheiden.
Ein Fall bleibt über die vereinbarte Bearbeitungsfrist hinaus unübernommen.Benannte Vertretung oder EskalationsstelleÜbernahme klären.

Die Rollen sind Beispiele; sie müssen zu den tatsächlichen Befugnissen passen. Eine fachliche Stelle kann eine Eingabe bewerten, eine defekte Schnittstellenberechtigung gehört zur technischen Betreuung. Für eine ungeklärte Zielaktion braucht die zuständige Stelle Zugriff auf den maßgeblichen Ergebnisstand.

Einen brauchbaren Hinweis senden

Der Hinweis sollte beantworten: Welcher Vorgang ist betroffen? Was ist sicher bekannt? Was soll als Nächstes geschehen? Wo ist der aktuelle Bearbeitungsstand zu finden? Nutzen Sie eine stabile Vorgangskennung und einen Weg zur berechtigt zugänglichen Arbeitsansicht. Kennzeichnen Sie einen unklaren Ausgang ausdrücklich als unklar.

Meist braucht die Nachricht keinen vollständigen Datensatz. Prüfen Sie, wer den gewählten Kanal lesen kann. Zugangstoken, Passwörter und unnötige sensible Angaben gehören nicht in den Hinweis.

Einzelfall und gemeinsame Störung unterscheiden

Ein korrigierbarer Einzelfall gehört in eine zugewiesene Arbeitsliste. Für eine gemeinsame Störung kann ein Hinweis an die technische Bereitschaft nötig sein.

Wiederholt sich dieselbe Ursache bei vielen Vorgängen, kann ein zusammengefasster Störungshinweis sinnvoll sein; die einzelnen betroffenen Fälle müssen dennoch auffindbar bleiben.

Legen Sie fest, welche Auswirkung eine sofortige Reaktion verlangt und welche Fälle in der normalen Bearbeitung bleiben. Die Dringlichkeit richtet sich nach dem Geschäftsablauf und der möglichen Handlung, nicht allein nach der Zahl technischer Fehlermeldungen.

Vertretung und Übernahme sichtbar machen

Bestimmen Sie für jede Rolle eine Vertretung und einen Zeitpunkt für die erneute Prüfung nicht übernommener Fälle. Erfassen Sie getrennt, ob der Hinweis gesendet, der Fall übernommen und der Geschäftsvorgang abgeschlossen wurde. Der erfolgreiche Versand einer Nachricht bestätigt weder ihre Kenntnisnahme noch die Lösung des Fehlers.

Mehr aus Rechte & Zugriff

Fehlerbehandlung

Fehlgeschlagene Datensätze in eine Prüfwarteschlange geben

So bleiben fehlgeschlagene Workflow-Datensätze zuordenbar: mit Prüfeintrag, Zuständigkeit, Korrektur, kontrollierter Wiederaufnahme und geprüftem Abschluss.