Fehlerhafte Workflow-Fassung zurücknehmen: Fehlerhafte Fassung wurde veröffentlicht am 15.03.2024, keine neuen Vorgänge mehr zulassen.; Laufende Fälle prüfen: Power Automate-Flows laufen auch nach Ausschalten weiter.; Zielzustand abgleichen, wenn Ausgang unklar – bis zur Klärung nicht erneut ausführen.
Bild: Arbeitsfluss

Fehlerbehandlung

Teil von Workflow-Tests und Versionen

Eine fehlerhafte Version ohne Doppelverarbeitung zurücknehmen

Grenzen Sie betroffene Läufe ein, stellen Sie eine geprüfte Fassung bereit und entscheiden Sie die Wiederaufnahme je Vorgang.

Bringen Sie bei einer fehlerhaften Workflow-Fassung zuerst neue Auslöser unter Kontrolle und erfassen Sie laufende sowie bereits bearbeitete Vorgänge. Stellen Sie dann eine geprüfte Fassung bereit. Starten Sie einen Fall nur erneut, wenn seine frühere Wirkung im Zielsystem geklärt ist. Die Wiederherstellung der Workflow-Definition macht frühere Aktionen nicht rückgängig.

Betroffene Vorgänge eingrenzen

Halten Sie fest, wann die fehlerhafte Fassung veröffentlicht wurde und ab wann keine neuen Vorgänge mehr darunter starten sollten. Erfassen Sie für den Zeitraum Vorgangskennung, bekannte Workflow-Fassung, Auslöser, erreichten Schritt und vorhandene Zielkennung. Prüfen Sie laufende Fälle gesondert: Das Ausschalten eines Power-Automate-Cloud-Flows beendet laut Microsoft bereits laufende Ausführungen nicht automatisch.

Ordnen Sie jeden Fall anhand belastbarer Hinweise vorläufig ein: Zielaktion sicher nicht begonnen, Zielergebnis bestätigt oder Ausgang unklar. Ein fehlender Erfolgseintrag beweist nicht, dass kein Aufruf erfolgt ist. Nach Timeout oder einer verlorenen Antwort gehört der Fall zur dritten Gruppe, bis das Zielsystem abgeglichen wurde.

Befund / Entscheidung vor einer Wiederaufnahme

Sicher kein Zielaufruf erfolgt
Mit korrigierter Fassung und weiterhin gültigen Eingaben gezielt aufnehmen.
Zielergebnis bestätigt
Ergebnis zuordnen; die wirksame Aktion nicht erneut auslösen.
Ausgang unklar
Zielzustand abgleichen oder fachlich prüfen lassen.
Eingabe oder Zielzustand geändert
Erwartung und zulässigen nächsten Schritt neu bewerten.

Eine frühere Fassung kontrolliert bereitstellen

In einer Power-Automate-Lösung können Sie im Designer eine frühere Version eines Cloud-Flows als neuen Entwurf wiederherstellen. Für eine Wirkung zur Laufzeit muss sie veröffentlicht werden.

Im Designer bietet Power Automate Flow-Checker und Testwerkzeuge. Damit prüfen Sie vor dem Produktivstart mögliche Fehler und testen das Verhalten des Flows.

Prüfen Sie vor der Veröffentlichung Verbindung, Zieladresse und Fachregeln der wiederhergestellten Fassung. Eine alte Fassung kann den jüngsten Fehler beseitigen und zugleich inzwischen überholte Zuordnungen enthalten. Entwürfe laufen nach sechs Monaten, veröffentlichte Versionsdatensätze nach zwölf Monaten ab. Halten Sie die neu veröffentlichte Fassung und den Umstellungszeitpunkt fest.

Wichtige Zeiträume für Entwürfe und veröffentlichte Versionen in Power Automate

  • 6Laufzeit von Entwürfen
  • 12Laufzeit veröffentlichter Versionen

Wiederaufnahme je Fall entscheiden

Eine Wiederholung kann dazu führen, dass frühere Schritte erneut ausgeführt werden. Prüfen Sie deshalb vor einer Wiederholung, welche Schritte erneut ausgeführt würden.

Geben Sie deshalb nur geklärte Vorgänge für den passenden nächsten Schritt frei. Schließen Sie den Vorfall mit einer Liste bestätigter Ergebnisse, begründet verworfener Fälle und weiterhin offener Vorgänge ab. Die Auswahl eines dauerhaften Aktionsschlüssels und der allgemeine Duplikatschutz sind eigene Themen; hier entscheidet der festgestellte Zustand über die Wiederaufnahme.

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