Tabellen und Beziehungen strukturieren: Eine Tabelle ist sinnvoll, wenn Einträge mehrfach vorkommen oder unabhängig gepflegt werden.; Die Ausleihe verweist auf die Personenkennung und die Gerätekennung als Fremdschlüssel.; Pflichtangaben und Fremdschlüssel regeln im Modell, welche Daten gespeichert werden dürfen.
Bild: Arbeitsfluss

Datenmodelle

Teil von Datenmodelle für interne Apps

Tabellen und Beziehungen sinnvoll strukturieren

Welche Daten gehören in eigene Tabellen? Beziehungen, Pflichtverweise und Löschregeln für eine interne App am Beispiel einer Geräteausleihe planen.

Eine eigene Tabelle ist sinnvoll, wenn Einträge einer Datensatzart eigene Angaben tragen, mehrfach vorkommen oder unabhängig gepflegt werden. Ordnen Sie jedes Feld dem Datensatz zu, den es beschreibt, und halten Sie fest, wie viele Verbindungen zwischen zwei Datensatzarten zulässig sind.

Erst die Dinge benennen, dann Felder verteilen

Beispiel interne Geräteausleihe: Gerät ist ein konkretes Exemplar, Ausleihe ein Vorgang mit Beginn, Rückgabe und Status, Person die entleihende Person. Die Seriennummer gehört zum Gerät, das Rückgabedatum zur Ausleihe; dasselbe Gerät kann nacheinander in mehreren Ausleihen vorkommen.

Leitfrage: „Wenn sich dieser Wert ändert, welcher Datensatz hat sich geändert?“ Eine Korrektur der Gerätebezeichnung betrifft den Gerätestamm, eine erfasste Rückgabe den Ausleihvorgang. Braucht ein bestätigter Beleg die damalige Gerätebezeichnung, kann sie ausdrücklich als historischer Stand gespeichert werden.

Die Anzahl der Beziehungen festlegen

Notieren Sie je Beziehung beide Richtungen:

Beziehung im Beispiel / Modellentscheidung

Eine Person kann mehrere Ausleihen haben; jede Ausleihe gehört zu einer Person.
Die Ausleihe verweist auf die Personenkennung.
Ein Gerät kann im Lauf der Zeit mehrfach ausgeliehen werden; jede Ausleihe betrifft hier ein Gerät.
Die Ausleihe verweist auf die Gerätekennung.
Eine Ausleihe soll mehrere Geräte umfassen.
Der Vorgang braucht Ausleihpositionen; jede Position verweist auf ein Gerät.

Im letzten Fall wird die Ausleihe zum Kopf eines Vorgangs; die Position beschreibt jeweils die Verbindung zu einem Gerät und kann eigene Angaben tragen. Sollen identische Einheiten nur als Menge erfasst werden, klären Sie zuvor, ob einzelne Geräte überhaupt verfolgt werden müssen.

Eine Viele-zu-viele-Beziehung bildet ein relationales Modell über eine verbindende Tabelle ab. Je nach fachlicher Bedeutung kann bereits Ausleihe oder Ausleihposition diese Rolle übernehmen. Felder wie „Gerät 1“, „Gerät 2“ und „Gerät 3“ begrenzen die Zahl der Positionen und erschweren Angaben zu jeder Verbindung.

Beziehungstypen in der Geräteausleihe: Einzelne Ausleihe vs. Ausleihpositionen

Ein Gerät pro Ausleihe
Einfach, aber unflexibel; keine Mehrfachausleihe möglich
Ausleihpositionen für mehrere Geräte
Flexibel; ermöglicht mehrere Geräte pro Ausleihe und eigene Angaben pro Position

Felder wie „Gerät 1“, „Gerät 2“ – Vor- und Nachteile

Vorteile
Einfache Eingabe bei wenigen Geräten; klare Struktur für kleine Anwendungen
Nachteile
Begrenzte Skalierbarkeit; schwer zu erweitern; verhindert detaillierte Verfolgung einzelner Geräte

Pflicht, Optionalität und Löschen klären

Darf eine Ausleihe zunächst ohne zugewiesenes Gerät entstehen? Darf eine Person entfernt werden, solange frühere Ausleihen auf sie verweisen? Soll ein Gerät archiviert werden, damit die Ausleihhistorie nachvollziehbar bleibt? Halten Sie die gewünschte Regel für diese Fälle fest.

Regeln dieser Art lassen sich in einem relationalen Modell über Constraints fassen: Sie schränken ein, welche Daten in einer Tabelle gespeichert werden dürfen, und ein Verstoß führt zu einem Fehler. Zu den Arten solcher Regeln gehören unter anderem Pflichtangaben, eindeutige Werte, Primärschlüssel und Fremdschlüssel. Welche Regeln eine konkrete Datenquelle tatsächlich unterstützt und wie sie sich beim Löschen referenzierter Zeilen verhält, entnehmen Sie deren Dokumentation.

Welche Wirkung fachlich passt, hängt von der Bedeutung der verbundenen Datensätze ab. Prüfen Sie bei einer App-Plattform, welche Regeln ihre Datenquelle tatsächlich erzwingt; eine Verknüpfung in der Oberfläche genügt als Nachweis nicht.

Den Entwurf mit Änderungen prüfen

Zeichnen Sie ein Gerät, zwei aufeinanderfolgende Ausleihen und eine Person auf. Korrigieren Sie gedanklich die Gerätebezeichnung, schließen Sie die erste Ausleihe und versuchen Sie, das Gerät zu entfernen.

Für jeden Schritt sollte klar sein, welcher Datensatz geändert wird und welche Verweise bestehen bleiben. Müssen dieselben aktuellen Angaben an mehreren Stellen manuell geändert werden, überarbeiten Sie die Struktur.

Entwurfsschritte für eine korrekte Datenstrukturierung

  1. Dinge benennen (Gerät, Person, Ausleihe)Grundlage für die Zuordnung von Feldern
  2. Beziehungen festlegen (eine-zu-viele, viele-zu-viele)Durch Verknüpfungen über Fremdschlüssel realisierbar
  3. Pflichtangaben und Löschregeln definierenÜber Constraints sichern (z. B. ON DELETE RESTRICT)
  4. Mit Änderungen testen (Änderung, Schließen, Löschen)Sicherstellen, dass alle Referenzen konsistent bleiben

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