Betrieb & Governance
Teil von Workflow-Tests und Versionen
Änderungen vor einer Veröffentlichung vergleichen
Vergleichen Sie produktive Fassung und Freigabefassung anhand von Auslösern, Zweigen, Feldzuordnungen und Zielwirkungen.
Vergleichen Sie die derzeit produktive Workflow-Fassung mit genau der Fassung, die freigegeben werden soll. Prüfen Sie auch Änderungen, die im Ablaufbild kaum auffallen: Eine andere Bedingung, Feldzuordnung, Verbindung oder Zieladresse kann eine andere Wirkung auslösen.
Abweichungen in Auswirkungen übersetzen
Notieren Sie zuerst, was sich fachlich ändern soll und welche Fälle gleich bleiben müssen. Gehen Sie dann jede betroffene Stelle durch: Welcher Vorgang nimmt nun einen anderen Weg, und welche Aktion entsteht in welchem Zielsystem?
Änderung / Prüffrage
- Auslöser oder Filter
- Starten zusätzliche oder weniger Vorgänge?
- Bedingung oder Reihenfolge
- Welcher Fall nimmt jetzt einen anderen Zweig?
- Feldzuordnung
- Wird der richtige Wert aus der richtigen Quelle geschrieben?
- Verbindung oder Ziel
- Welches Konto und welcher Datenbestand sind betroffen?
- Wiederholung oder Fehlerpfad
- Kann eine bereits wirksame Aktion erneut entstehen?
Grenzen der Versionsansicht beachten
Verlassen Sie sich nicht allein auf eine Versionsansicht: Prüfen Sie, ob sie die für Ihre Änderung relevanten Einstellungen sichtbar macht.
Für lösungsbezogene Cloud-Flows in Power Automate können Entwürfe in Dataverse gespeichert werden. Während der Weiterentwicklung entsteht dort ein Versionsverlauf, den Sie im Versionsverlaufsbereich einsehen können.
Frühere Versionen lassen sich prüfen und bei Bedarf als neuer Entwurf wiederherstellen. Entwürfe laufen nach sechs Monaten ab, veröffentlichte Fassungen nach zwölf Monaten.
Power-Platform-Pipelines unterstützen die automatisierte Bereitstellung von Lösungen sowie Genehmigungen und zentrale Governance. Behandeln Sie Bereitstellungsfunktionen nicht als Ersatz für den fachlichen Vergleich der Workflow-Einstellungen.
Fehlt eine passende Vergleichsfunktion, halten Sie Ausgangsfassung und Freigabefassung kontrolliert fest und prüfen die Einstellungen anhand der Änderungsliste.
Versionsverwaltung in Power Automate – Wichtige Fristen
- Laufzeit von Entwürfen
- 6 Monate
- Laufzeit veröffentlichter Fassungen
- 12 Monate
- Unterstützung durch Pipelines
- Automatisierte Bereitstellung, Genehmigungen, zentrale Governance
Passende Prüfungen ableiten
Eine geänderte Mengengrenze verlangt Fälle auf beiden Seiten der Grenze. Ein anderes Zielkonto erfordert eine Prüfung der Berechtigungen und des Datenbestands. Eine neue Nachricht erfordert einen sicheren Prüffall für Empfänger und Inhalt. Prüfen Sie auch einen unveränderten Normalfall.
Halten Sie als Freigabeergebnis Ausgangsfassung, geprüfte Fassung, beabsichtigte Änderung, betroffene Testfälle und offene Abweichungen fest. Stimmen geprüfte und zur Veröffentlichung vorgesehene Fassung nicht überein, braucht die Abweichung eine erneute Prüfung. Ein gespeicherter Entwurf ist noch keine fachliche Freigabe.


