Close-up of a woman using a smartphone at a desk, indicating a modern office environment.
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No-Code-Plattformen

Teil von Formulare und App-Oberflächen

Mobile Ansichten mit echten Aufgaben testen

Mobile App-Ansichten mit realistischen Arbeitsaufgaben prüfen: Testziel, Beobachtung, Zugänglichkeit und Auswertung sinnvoll verbinden.

Lassen Sie Personen aus den vorgesehenen Rollen eine Aufgabe aus ihrem Arbeitsalltag mit geeigneten Testdaten in der mobilen Ansicht bearbeiten. Beobachten Sie den Weg vom Finden des Falls bis zum erkennbaren Ergebnis. Eine verkleinerte Desktopansicht allein zeigt nicht, ob dieser Weg auf einem Mobilgerät gelingt.

Eine Aufgabe mit überprüfbarem Ende wählen

Formulieren Sie ein Ziel, ohne die Bedienung vorzugeben: „Sie haben eine neue Meldung zugewiesen bekommen. Prüfen Sie die Angaben und geben Sie den Fall zur Ergänzung zurück.“

Legen Sie vorab fest, woran das Ergebnis zu erkennen ist: Der richtige Fall wurde geöffnet, die Rückgabe ausgelöst und der neue Stand sichtbar.

Bereiten Sie passende Beispieldaten und ein Konto mit der vorgesehenen Rolle vor. Der Test soll keine echten Vorgänge verändern.

Findet die Arbeit üblicherweise unterwegs, mit Unterbrechungen oder unter besonderen Lichtbedingungen statt, berücksichtigen Sie das bei der Planung. Welche Bedingungen relevant sind, hängt von der tatsächlichen Nutzung ab.

Den gesamten mobilen Weg beobachten

Lassen Sie die Person selbstständig beginnen. Notieren Sie, was geschieht:

  • Findet sie den richtigen Fall in Liste oder Suche?
  • Bleiben Fall und entscheidende Angaben beim Wechsel zwischen Ansichten zuordenbar?
  • Sind Eingaben und Aktionen auch mit geöffneter Bildschirmtastatur erreichbar?
  • Versteht sie eine Fehlermeldung, und bleiben ihre Angaben erhalten?
  • Erkennt sie nach der Aktion, ob der Fall gespeichert, zurückgegeben oder noch offen ist?

Greifen Sie nicht sofort ein, wenn die Person einen anderen Weg wählt. Fragen Sie bei einer beobachteten Schwierigkeit, was sie erwartet hatte.

Das Verhalten liefert Hinweise auf Sprache, Layout und Bedienung; die Ursache muss anschließend geprüft werden.

Webansichten zusätzlich technisch prüfen

Prüfen Sie bei Webansichten, ob Inhalte bei schmalem Darstellungsbereich und Vergrößerung ohne Informations- oder Funktionsverlust nutzbar bleiben.

Das WCAG-Kriterium zum Umbruch nennt für vertikal scrollende Inhalte eine Breite entsprechend 320 CSS-Pixeln; für Inhalte, die eine zweidimensionale Darstellung brauchen, gibt es eine Ausnahme.

Ein weiteres WCAG-Kriterium nennt für Zeigerziele grundsätzlich 24 mal 24 CSS-Pixel, lässt aber unter anderem ausreichend Abstand und weitere Ausnahmen zu. Prüfen Sie auch die Fokusreihenfolge bei Tastaturbedienung.

Diese Kriterien gelten für Webinhalte; ihre Nennung belegt keine Zugänglichkeit der untersuchten Ansicht.

Ein Simulator kann beim ersten Blick auf das Layout helfen. Die Bedienung auf passenden Geräten und mit den vorgesehenen Nutzenden ist zusätzlich zu beobachten.

WCAG-Kriterien für mobile Webansichten im Überblick

Umbruch (Reflow)
Mindestens 320 CSS-Pixel Breite bei vertikalem Scrollen; Ausnahme für zweidimensionale Darstellung
Zielfläche (Target Size)
Grundgröße 24 × 24 CSS-Pixel; Abstand und Ausnahmen möglich
Fokusreihenfolge
Logische Reihenfolge bei Tastaturbedienung sicherstellen

Beobachtungen auswerten

Halten Sie je Aufgabe Ziel, Rolle, Gerät, Ausgangsdaten, beobachteten Weg und Ergebnis fest. Trennen Sie Beobachtung von Erklärung: „Die Person öffnete dreimal das Menü“ beschreibt ein Geschehen; „das Menü ist unverständlich“ ist eine mögliche Ursache.

Bearbeiten Sie zuerst Stellen, an denen ein falscher Fall gewählt oder ein Ergebnis missverstanden werden kann. Prüfen Sie die betroffene Aufgabe nach einer Änderung erneut.

Ein Durchlauf auf einem Gerät deckt nicht alle Rollen und Ansichten ab.

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