Eingaben vor dem Speichern validieren: Prüfen Sie Eingaben spätestens beim Speichern oder Weitergehen.; Fehlermeldungen müssen konkret und korrigierbar sein, z. B. „Menge > 0 erforderlich.“.; Verwenden Sie Textbeschreibungen für Fehler – Farbe allein reicht nicht nach WCAG.
Bild: Arbeitsfluss

Datenmodelle

Teil von Formulare und App-Oberflächen

Eingaben vor dem Speichern validieren

Fachliche Regeln für Formularwerte festlegen, Fehler verständlich anzeigen und die Prüfung am tatsächlichen Speicherweg absichern.

Legen Sie für jede Eingabe fest, welche Werte im jeweiligen Vorgang zulässig sind. Formulieren Sie Fehlermeldungen so, dass die Person den Fehler beheben kann. Prüfen Sie die Regeln auch am tatsächlichen Schreibweg: Eine Browser-Meldung allein schützt den gespeicherten Datensatz nicht.

Regeln aus dem Zweck ableiten

Klären Sie drei Fragen: Ist ein benötigter Wert vorhanden? Hat er eine verarbeitbare Form? Ist er für diesen Schritt fachlich zulässig? Bei einer hypothetischen Materialanforderung könnte die Menge erforderlich und größer als null sein. Ob eine Obergrenze oder bestimmte Einheiten gelten, muss die fachlich zuständige Stelle festlegen.

EingabeBeispielregelRückmeldung
Menge fehltFür das Absenden erforderlich„Geben Sie die benötigte Menge an.“
Menge ist null oder negativFür diesen Beispielvorgang nicht zulässig„Geben Sie eine Menge größer als null an.“
Artikel nicht zuordenbarKein passender Artikel gefunden„Prüfen Sie die Artikelangabe.“

Prüfen Sie auch Kombinationen von Angaben: Zwei einzeln plausible Werte können zusammen widersprüchlich sein. Halten Sie fest, welche Regel automatisch entschieden werden kann und wann ein Mensch den Fall beurteilen muss.

Prüfliste: Validierung vor dem Speichern

  • Pflichtangaben klärenZ. B. Menge muss vorhanden sein
  • Formate vorgebenZ. B. Zahlen größer als null
  • Fachliche Zulässigkeit prüfenZ. B. Artikel muss zuordbar sein
  • Kombinationen testenZ. B. Menge und Einheit passen zusammen

Fehler zum richtigen Zeitpunkt anzeigen

Erklären Sie Pflichtangaben und nötige Formate vor der Eingabe. Prüfen Sie spätestens, wenn die Person zum nächsten Schritt gehen oder verbindlich speichern will. Eine Meldung während des Tippens kann stören; ob frühere Rückmeldung hilft, hängt von der Eingabe und den Nutzenden ab.

Bei einem Fehler sollen bereits eingegebene Werte erhalten bleiben. Zeigen Sie am betroffenen Feld, was nicht stimmt und wie es korrigiert werden kann. Bei mehreren Fehlern kann eine Übersicht zu den Feldern führen.

Farbe allein genügt nicht: Erkennt ein Webformular einen Eingabefehler automatisch, verlangt das einschlägige WCAG-Kriterium, das betroffene Element zu benennen und den Fehler in Text zu beschreiben.

Statistiken zur Fehlerbehandlung in Formularen

Fehlermeldungen nach WCAG
Müssen textbasiert und sichtbar sein
Werte erhalten bleiben
Bei Fehler muss Eingabe nicht verloren gehen
Übersicht bei mehreren Fehlern
Empfohlen via Error Summary

Prüfung und Speicherung unterscheiden

Eine Browserprüfung gibt früh Rückmeldung, lässt sich aber umgehen. Prüfen Sie deshalb, wo die verwendete App-Plattform oder Datenquelle Regeln beim Schreiben tatsächlich durchsetzt. Ein abgewiesener Schreibversuch darf nicht als erfolgreich gespeichert erscheinen.

Trennen Sie Eingabefehler von Störungen und fehlenden Berechtigungen. Bei einer Störung kann die Person das Problem nicht durch eine andere Menge beheben. Zeigen Sie den nicht bestätigten Speicherzustand und einen sinnvollen nächsten Schritt an, ohne Erfolg zu behaupten.

Für die Umsetzung helfen Testfälle mit gültigem Wert, leerem Pflichtfeld, Grenzwert, falschem Typ und widersprüchlicher Kombination. Vergleichen Sie jeweils die sichtbare Rückmeldung mit dem gespeicherten Datensatz.

Vergleich: Eingabefehler vs. Systemstörungen

Eingabefehler
Korrektur durch Nutzer möglich (z. B. falsche Menge, fehlendes Feld)
Systemstörung
Nicht durch Eingabeänderung behebbar; erfordert technische Lösung

Validierungsprozess vor Speichern

  1. EingabeBenutzer gibt Daten ein
  2. VorprüfungBrowser- oder Client-seitige Validierung
  3. Serverseitige PrüfungRegeln auf Plattform/Datenquelle anwenden
  4. RückmeldungFehler anzeigen, Werte behalten, Speicherstatus klar machen

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Änderungen während einer laufenden Freigabe behandeln

Prüfen Sie die freigegebene Fassung erneut, entwerten Sie überholte Anfragen und holen Sie bei wesentlichen Änderungen eine neue Entscheidung ein.